Wieso sich für ein Team der Blick nach innen lohnt

Sich besser kennenlernen und die Zusammenarbeit im Team unter die Lupe nehmen, das war das Ziel eines Workshops zur Teamentwicklung bei kohler + partner. Ob sich das gelohnt hat? Und wie!, so das Fazit von Patrizia Zwygart, Expertin Organisationsentwicklung, die den Anlass zusammen mit Tom Sahli konzipiert und durchgeführt hat.

Wer schon einmal einen Workshop fürs eigene Team organisiert hat, kennt es, der Erwartungsdruck ist hoch! Tom Sahli und ich gaben uns alle Mühe, den Workshop abwechslungsreich, interaktiv und überraschend zu gestalten. Also haben wir uns entschieden, ein Team-Bild mit Bing-Image-Creator von künstlicher Intelligenz gestalten zu lassen. Jede*r Teilnehmende nannte das erste Wort, dass ihm*ihr spontan in den Sinn kam und daraus resultierte der Satz: «ein Tiger auf der offenen Ebene im Zelt − mit Werkzeug und Pop Art − und gespanntem Blick in die Zukunft». Das Ergebnis war überraschend, lustig und inspirierend, Sie finden es weiter unten im Blogbeitrag.

Wir haben uns für den Teamentwicklungsworkshop auf die TMS-Profile der Spielmacher*innen gestützt, denn bei kohler + partner gehört es zum Onboarding, einen TMS-Fragebogen auszufüllen und intensiv zu besprechen. So können wir unsere eigenen Arbeitspräferenzen besser verstehen, aber auch die Stärken und Schwächen der anderen Spielmacher*innen schnell und effektiv kennenlernen. Es ist ein effektiver Weg uns gegenseitig zu respektieren und zu unterstützen, indem wir wissen, wer am Schreibtisch gerne spontan Besuch erhält und wer lieber vorher informiert wird, wenn es etwas zu besprechen gibt.

Unser Werkzeug:
Das Team Management Profil

Das Team Management Profil ergibt sich aus der Beantwortung eines Fragebogens (Selbsteinschätzung) und bildet das zentrale Instrument im Rahmen des Konzepts Team Management System (TMS) von Margerison und McCann. Das TMS ist ein arbeitspsychologisches Modell und stellt einen ganzheitlichen Ansatz für die Personal-, Team- und Organisationsentwicklung dar.

«Gebrauchsanweisung»: ein nützliches Tool für die Zusammenarbeit

Die am meisten vertretenen Arbeitspräferenzen im kohler + partner Team? Für alle, die mit uns zusammenarbeiten, wohl nicht ganz überraschend, sind dies analytisches Entscheiden, strukturiertes Organisieren und ein extrovertierter Umgang mit den Mitmenschen. Immer wieder spannend wird es, wenn jede*r über sich eine persönliche «Gebrauchsanweisung» schreibt, in der wir erklären, wie wir am besten arbeiten, was uns motiviert und was uns stresst. Das sind echte Spickzettel im Alltag der Teamzusammenarbeit.

Auch für den Umgang mit «blinden Flecken» ist das TMS ein wunderbares Werkzeug. Wie stellen wir ohne jemanden mit der Rolle «unterstützenden Stabilisator» auch ausserhalb des Alltagsgeschäfts sicher, dass wir einen guten Zusammenhalt im Team haben? Wir suchten bei unserem Workshop nach Antworten und wurden fündig. So haben wir gemeinsam entschieden, dass wir die Inhalte und Gestaltung des Team-Meetings neu konzipieren – und dass das monatliche «k+p-Füübi», unser Feierabendbier, unbedingt erhalten bleiben soll 😊.

Mindestens so spannend waren am Workshop aber auch die Diskussionen darüber, was die schwachbesetzten Rollen im TMS-Rad für die operativen Alltagsaufgaben bedeuten. Unsere Erkenntnisse? Damit wir vor lauter «Vollgas voraus!» die langfristige Pflege von Kundenbeziehungen und die strukturierte Implementation von Innovationen nicht vernachlässigen, brauchen wir entsprechende, gut funktionierende Prozesse. Eine Erkenntnis, der wir Taten folgen lassen: Die Aufgaben im Team sind nun verteilt, in den nächsten Wochen geht es um die Umsetzung.

Meine persönliche Bilanz zum Workshop: Es lohnt sich, diese Art der Innenschau zu betreiben. Wir haben viel über uns selbst und unsere Kolleg*innen gelernt, es war bereichernd und inspirierend. Ich bin gespannt auf die weitere Zusammenarbeit in unserem grossartigen Team!